Erziehungspartnerschaft

Wie Schule und Eltern die Kinder gut gemeinsam begleiten können...

Das Wohl des Kindes steht für uns an erster Stelle.

Die Schule ist ein Lernort und ein Lebensort.
Die Lernfreude der Kinder soll geweckt und erhalten werden.
Jedes Kind soll innerhalb seiner individuellen Voraussetzungen gefordert und gefördert werden.
Eltern und Mitarbeitern der Schule (Rektor, LehrerInnen, SonderpädagogInnen, Schulsozialarbeiter-Innen, MitarbeiterInnen der VHT und Offenen Ganztags-Betreuung) sind Weg- und Lernbegleiter des Kindes. Dafür braucht es eine vertrauensvolle, respektvolle und an Lösungen orientierte Zusammenarbeit.

Wir vermitteln dem Kind:

  • Wertschätzung
  • Selbstvertrauen
  • Toleranz und Respekt für Vielfalt
  • Verantwortung & Selbständigkeit
  • Rücksichtnahme
  • Teamfähigkeit & Zusammenarbeit

Wir orientieren uns an unseren gemeinsamen Regeln, um ein respektvolles, friedliches Miteinander und gutes Lernklima zu gewährleisten.
Dabei sind sich alle Erziehungspartner ihrer Vorbildfunktion bewusst.

 

Erziehungsvereinbarung

Wir als Schule...

… unterstützen und begleiten das Kind in seiner Entwicklung,
     indem wir:

  • eine wertschätzende Lernatmosphäre schaffen,
  • fachlich fundierten und sinnvoll strukturierten Unterricht durchführen,
  • geeignetes Lernmaterial und Lernformen sorgfältig auswählen und die Lernzeit intensiv nutzen,
  • individuell fördern und fordern,
  • das Kind zu seiner Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit ermuntern,
  • wir Werte gut vorleben und soziales Miteinander beharrlich stärken,
  • ihm helfen, die eigenen Ressourcen zu entdecken und tauschen uns untereinander und mit den Eltern aus, um dem Kind bei Schwierigkeiten gemeinsam zu helfen.

Wir interessieren uns für die Belange des Kindes und der Eltern. Dazu dienen:

  • Elternsprechzeiten nach Vereinbarung,
  • aktive Beratung durch Lehrkräfte, SonderpädagogInnen und SchulsozialarbeiterInnen in allen pädagogischen und schulischen Fragen
  • Vermittlung zu weitergehenden Beratungsangeboten von Netzwerkpartnern.

Eltern sind uns nach Absprache in der Schule und im Unterricht herzlich willkommen

Wir bemühen uns sorgsam darum, die Grundbedürfnisse des Kindes nach Geborgenheit, Würdigung und Sicherheit im Unterricht, Schulleben und der OGS/VHT zu achten.

Durch Transparenz bezüglich der Erwartungen und unserer Regeln sorgen wir für Klarheit.

Wir achten im Umgang miteinander auf die Wahl unserer Worte:
gewaltfrei, ressourcen- und lösungsorientiert

  • Wir informieren die Eltern über:
  • die Lern- und Persönlichkeitsentwicklung des Kindes,
  • die Unterrichtsinhalte des Schuljahres,
  • wichtige schulische Ereignisse und Termine,

Wir klären Vorfälle, die im schulischen Rahmen geschehen in der Schule, tauschen uns aber mit den Eltern dazu aus.

Wir als Eltern...

  • … interessieren uns für das, was in der Schule geschieht:

  • Wir fragen nach schulischen Erlebnissen.
  • Wir loben unser Kind für seine Anstrengungen und würdigen es.
  • Wir ermutigen es bei Schwierigkeiten.
  • Wir nehmen an schulischen Veranstaltungen teil (Klassenpflegschaftsversammlung, Elternsprechtag, Elternabende).

Wir vermitteln unserem Kind eine positive, wertschätzende Einstellung gegenüber der Schule.

Pädagogische Maßnahmen werden von uns unterstützt.

Bei Problemen suchen wir den direkten Austausch mit den betroffenen pädagogischen Fach- & Lehrkräften in der Schule, um gemeinsam eine Lösung zu finden.

Wir tragen Sorge dafür, dass sich unser Kind in der Schule wohlfühlen und gut arbeiten kann:

  • Indem es pünktlich in der Schule ist,
  • es ein gesundes Frühstück bei sich hat
  • weil alle notwendigen Arbeitsmaterialien vollständig und in gutem Zustand vorhanden sind,
  • und wir ihm einen Rahmen schaffen, indem es seine Hausaufgaben in Ruhe, regelmäßig und sorgfältig bearbeiten kann.

Wir bemühen uns im Rahmen unserer Möglichkeiten um ein aktives Engagement bei Aktivitäten der Schule
(Einsatz als Lesepate, Schneiden von Schulobst, Adventsbasteln, Begleitung von Schwimmunterricht und Schulausflügen, Weihnachtströdel, Hilfe beim Sportfest, Üben für die Radfahrprüfung)

Wir informieren die Schule verlässlich über:

  • meldepflichtige Erkrankungen
  • Änderungen von Adressen und (Notfall-) Telefonnummern und familiäre Veränderungen, die sich auf das Kind auswirken.
  • Bei Erkrankung des Kindes melde ich das Kind bis 8:00h im Sekretariat ab.

 

 

Beratungswege am GSV Ludgerus

Für uns ist die Grundlage für die Arbeit mit Ihnen im Team eine wertschätzende Haltung gegenüber einander.
Sie erleben Ihre Kinder zuhause und in der Freizeit anders als wir sie in der Schule.
Der transparente Austausch darüber vervollständigt das Gesamtbildes Ihres Kindes für beide Seiten. Beide können von den Erfahrungen des anderen mit dem Kind in unterschiedlichen Kontxten profitieren, und dieses Wissen zum Wohle des Kindes nutzen.
Flexibilität, gegenseitiges Vertrauen und gegenseitige Unterstützung sind notwendige Voraussetzungen für ein ressourcenorientiertes Arbeiten.
Nicht immer ist der Austausch miteinander angenehm, aber wir sind überzeugt, dass er wichtig und sinnvoll ist, um gute und tragende Lösungen finden zu können
Daher ist es umso wichtiger, dass wir bei einander die guten Apsekte sehen und diese einander auch rückmelden. Lob tut jedem gut - Kindern wie auch Erwachsenen.

An wen Sie sich bei welchem Anliegen wenden können...

Übersicht

Niederländische Partnerschule

Wir fördern seit 1992 interkulturelles- und Nachbarsprachenlernen.

Der GSV Ludgerus ist „Euregio Profilschule“, weshalb das Konzept des GSV Ludgerus vorsieht, dass in einigen Jahrgängen eine Wochenstunde Niederländisch fest im Stundenplan verankert ist. Dies geschieht in Form einer Mischung aus AG und Fach. Es gibt weder Bewertung, Noten noch Bemerkung. Lediglich die Teilnahme am Projekt wird im Rahmen der Zeugniskommentare vermerkt

 

„Spreek je buurtaal - Sprich deine Nachbarsprache“

Der Grundschulverbund Ludgerus nimmt seit September 2016 an dem Deutsch-Niederländischen Projekt „Spreek je buurtaal - Sprich deine Nachbarsprache“ teil. Schwerpunkt dieses Projekts ist ein qualitativ hochwertiger Nachbarsprachenunterricht (Deutsch oder Niederländisch) an Grundschulen im Euregio-Grenzgebiet. Dabei sind wir eine grenzüberschreitende Partnerschaft eingegangen und arbeiten mit unserem Projektpartner St. Liborius in Dinxperlo zusammen. Die unmittelbare Nähe zur deutsch-niederländischen Grenze ermöglicht eine unkomplizierte Begegnung mit der jeweils anderen Sprache und Kultur. Sowohl Schüler als auch Lehrkräfte eignen sich auf intensive Art und Weise Wissen über die Nachbarsprache und -kultur an. Hierzu sind Treffen der Schülerinnen und Schüler und auch der Lehrerinnen und Lehrer geplant. Das Konzept der Schule sieht vor, dass in eingen Jahrgängen eine Wochenstunde Niederländisch fest im Stundenplan verankert ist.

Partnerschule IKC De Bosmark

Fester Bestandteil dieser Partnerschaft sind z.B. jährliche gegenseitige Besuche von 1-2 Jahrgängen in der Partnerschule mit gemeinsamen Unternehmungen.
Jedes Jahr an besuchen uns im November einige Kinder der Schule IKC de Bosmark. Wir bieten den Kindern vormittags unterschiedliche Aktivitäten an, In den letzten Jahren waren wir beispielsweise gemeinsam im Backhaus backen, Tennis spielen, in der Soccerhalle oder beim Bouldern Im Gegenzug besuchen einige Kinder unserer Schule im Frühjahr diese Partnerschule in Dinxperlo. Hier steht vormittags z.B. der Besuch eines Outdoor-Sportzentrums auf dem Programm.

Unsere Schule nimmt seit dem 19. April 2010 am europäischen „Schulobstprogramm“ teil. Unsere Schule hat sich für die Teilnahme am EU-Schulobstprogramm NRW qualifiziert. Seit dem Schuljahr 2018/19 werden beide Schulstandorte mit Obst- und Gemüse versorgt. Alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 4 bekommen dienstags, mittwochs und freitags eine kostenlose Extraportion Obst oder Gemüse. Zubereitet wird das Obst und Gemüse von engagierten Eltern. Abwechslung ist wichtig, damit die Kinder die vielen leckeren Obst- und Gemüsesorten, gerade auch aus Nordrhein-Westfalen, kennenlernen und ausprobieren.

Ziele des Programmteils Schulobst und -gemüse
Obst und Gemüse schmecken lecker und machen fit für den Schulalltag – kurz: Obst und Gemüse gehören zu einer gesunden Ernährung einfach dazu. Doch der Obst- und insbesondere der Gemüseverzehr von Kindern liegen deutlich unter der von Fachgesellschaften empfohlenen Menge. Ziel des EU-Schulprogramms ist es daher, mit einer kostenlosen Extra-Portion Vitaminen den Schülerinnen und Schülern Gemüse und Obst wieder schmackhaft zu machen und bereits zu Beginn der Schulzeit ein gesundheitsförderliches Ernährungsverhalten nahe zu bringen. Durch die pädagogische Begleitung des Programms sollen die Ernährungskompetenzen der Kinder nachhaltig gefördert werden.

Weitere Informationen zum Thema Schulobstprogramm NRW finden Sie hier: www.schulobst.nrw.de

Gesundes Frühstück

Die Pausenverpflegung sollte individuell gestaltet werden und die Wünsche des Kindes nach Art und Menge des Frühstücks berücksichtigen.
Ein gesundes Frühstück kann beispielsweise aus einem (Körner-)Brot oder Brötchen mit Käse- oder Wurst als Belag bestehen, ergänzt durch wechselndes mundgerecht geschnittenes Obst oder Gemüse.
Als Getränk können Sie entweder für Ihr Kind in der Schule Milch, Kakao oder Säfte bestellen oder Ihrem Kind Wasser, Schorle oder Tee mitgeben. Achten Sie bitte darauf, dass Sie die Pausenmahlzeit Ihres Kindes mit Rücksicht auf unsere Umwelt möglichst müllarm gestalten. Wiederverwendbare Brot- & Obstdosen sowie eine sicher verschließbare Trinkflasche leisten dazu einen wertvollen Beitrag, der bei den Kindern das Bewusstsein für Nachhaltigkeit schärft.

EU-Schulprogramm für Obst, Gemüse und Milch

Mit einer kostenlosen Extra-Portion Vitaminen den Schülerinnen und Schülern Gemüse und Obst wieder schmackhaft machen

Schulsozialarbeit

Weiterentwicklung des pädagogischen Angebots durch multiprofessionelle Teams

WAS BEINHALTET SCHULSOZIALARBEIT?

„Die Schule sollte stets danach trachten, dass der junge Mensch sie als harmonische Persönlichkeit verlässt, nicht als Spezialist.“ 

Albert Einstein

Drei Schulsozialarbeiterinnen teilen sich 1,5 Stellen an den beiden Standorten des GSV Ludgerus tätig. Sie sind Ansprechpartner für Kinder, Lehrer und Eltern bei allen sozialen Themen. In der Regel suchen die in der Schule tätigen Erwachsenen dazu den Austausch miteinander, um entsprechend die Kinder gut von allen Seiten zu unterstützen. Aber es besteht auch eine Schweigepflicht, sodass alle, die bei den Schulsozialarbeiterinnen Rat und Unterstützung suchen, einen geschützten Raum haben, um nach Lösungen zu suchen.
Schwerpunkt der Arbeit ist die Unterstützung von Schülern bei schulischen, emotionalen und häuslichen Problemen.  Dabei soll es das Ziel sein, Benachteiligungen abzubauen und Ressourcen aufzubauen. Die Schüler sollen eine Unterstützung bei der Reifung ihrer Persönlichkeit erhalten und in ihrer sozialen Kompetenz gefördert werden.
Soziale Kompetenz beinhaltet die Auseinandersetzung mit der eigenen Identität, mit Gefühlen und Regeln, den Umgang mit Anderen, das Erlernen von Konfliktlösestrategien, von geeigneter Kommunikation und der Wahrnehmung der eigenen Grenzen und der Grenzen anderer. In Beratungsgesprächen soll gemeinsam eine individuelle Problemlösung gefunden werden und sich damit dem Schüler eine positive Perspektive erschließen. Eine kontinuierliche Elternarbeit in Form von Elterngesprächen und eventuellen Hausbesuchen ist für das Gelingen der Hilfe häufig hilfreich und erforderlich. Daher werden Eltern, in Absprache mit den Schülern, in den Beratungsprozess miteingebunden. Natürlich können auch die Eltern ihrerseits gerne bei Erziehungsfragen oder anderen familiären Schwierigkeiten mit ihrem Kind die Beratung in Anspruch nehmen. Eine Kooperation und Weitervermittlung an externe Beratungsstellen und Hilfeinstanzen (SPZ, Schulpsychologen, Therapeuten, Jugendamt, offene Kinder-und Jugendtreffs) wird, wenn gewünscht, unterstützt.
Die Kontaktdaten der Schulsozialarbeiter finden Sie auf unserer Homepage.

Hilfe bei der Konfliktbewältigung im Schulalltag:
Bei Konflikten im Schulalltag zwischen Schülern, Schüler-Lehrer/innen und Lehrer/innen-Eltern wird Vermittlung und Unterstützung angeboten. Schüler lernen durch die Art der Schlichtung die Sicht des anderen einzunehmen, einvernehmliche Lösungen zu finden und friedliche anstatt gewaltvolle Bewältigungsmechanismen im Streitfall einzusetzen. Diese Form der Streitschlichtung dient zugleich der Gewaltprävention und der Förderung sozialer Kompetenzen.

„Wenn wir wahren Frieden in der Welt erlangen wollen, müssen wir bei den Kindern anfangen.“
Mahatma Gandhi

 

SOZIALKOMPETENZTRAINING

Am Grundschulverbund wird u.a. das Programm "Lubo aus dem All" aus dem Reinhardt Verlag eingesetzt.
Es  ist ein Präventionsprogrammm zur Förderung der sozial-kognitiven Informationsverarbeitung und der beteiligten emotionalen Prozesse in der Schuleingangsphase.

Emotionale Kompetenzförderung:

  • Wahrnehmen, Erkennen und Verstehen von Gefühlen
  • Umgang mit Gefühlen wie z.B. Wut, Ausgeschlossen sein, Frust
  • angemessenes Verhalten in emotional belastenden Situationen

Soziale Kompetenzförderung:

  • Angemessene Problemlösestrategien in Konflikt- und Problemsituationen
  • Aufbau und Erhalt von Freundschaften
  • Kooperation
  • Regeln einhalten, Bedürfnisaufschub

„Lubo“ wird in den Klassen der Schuleingangsphase im Team von der Schulsozialarbeiterin Frau Koller und der Klassenlehrkraft durchgeführt.

Friedensstifter sind Kinder, die durch die Schulsozialarbeiterinnen dazu ausgebildet werden, ihren Mitschülern zu helfen, Lösungen für Streitigkeiten und Probleme zu entwickeln und manchmal auch Möglichkeiten  der Wiedergutmachung zu finden.
Aktuell werden die Friedensstifter am HSTO am Ende der zweiten Klasse nach Rücksprache zwischen Klassenleitung und Schulsozialarbeiterin ausgewählt und nehmen dann – wenn die Kinder das selbst auch möchten - 10-12 Wochen lang an einer Friedensstifterausbildung teil, die von der Schulsozialarbeiterin geleitet wird. Insgesamt ca. 20 Kinder aus den Klassen 3 und 4 haben dann wechselnd Dienst in den Hofpausen, sind an ihren grünen Westen gut für alle Mitschüler erkennbar und können jederzeit um Unterstützung gebeten werden.

Am TSTO werden die Kinder der 4. Klassen alle im Rahmen eines Sozialtrainings durch die Schulsozialarbeiterinnen auf diese Aufgabe vorbereitet und können dann von ihren Mitschülern ebenfalls um Hilfe gebeten werden.